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THC und CBD bei HIV

Durchgeführt wird die neue Pilotstudie von einem kanadischen Forscherteam der McGill University in Quebec. Vor allem THC und CBD stehen als Cannabinoide im Fokus dieser Studie. Dabei sollen vor allem folgende Bereiche untersucht werden:

Zum einen möchten die Forscher herausfinden, inwiefern CBD und THC durch HIV verursachte Entzündungen bekämpfen können. Insbesondere Cannabidiol gilt als hervorragendes Mittel gegen Entzündungserkrankungen jeglicher Art, weshalb die Hoffnungen hier recht groß sind. Zusätzlich soll auch überprüft werden, inwiefern Cannabinoide die Beschaffenheit der HIV-Infektion an sich beeinflussen können. Auch die Wirkung auf sogenannte gastrointestinale Mikroorganismen steht im Fokus der Studie.

Für die Pilotstudie wurden insgesamt 26 Probanden ausgesucht. Allen gemein ist, dass sie an HIV erkrankt sind und seit mindestens 3 Jahren entsprechende HIV-Medikamente (ART) einnehmen. Dadurch gilt die Erkrankung in der Medizin als „kontrolliert“. Aufgrund der fortschrittlichen Medizin haben HIV-Patienten, welche entsprechende Medikamente einnehmen, eine nahezu normale Lebenserwartung. Nichts desto trotz leiden sie oft unter einer chronischen Immunaktivierung, die zu zahlreichen Folgeerkrankungen von Herz-Kreislauf-Problemen bis hin zu Parkinson reichen können. Cannabinoide könnten also ein bitter benötigtes Mittel sein, um hier Abhilfe zu schaffen.

Die Studie wird unterstützt durch einen kanadischen Hersteller von Cannabisprodukten (Tilray). Es werden dabei zwei verschiedene Mittel verwendet. Die Hälfte der Probanden bekommt ein Mittel, welches jeweils 2,5mg THC und CBD enthält. Die zweite Hälfte erhält 5mg THC sowie 45mg CBD. Während der 12-wöchigen Studie soll dabei nach und nach die Dosis erhöht werden.

Trotz der starken Aufklärungsarbeit der letzten Jahrzehnte ist HIV noch immer ein weltweites Problem, welches nicht außer Acht zu lassen ist. Selbst in Deutschland sind mehr als 86.000 an dem Virus erkrankt. Die Wissenschaftler sind nun zuversichtlich, dass ihre Forschungsarbeit neue wichtige Erkenntnisse liefern wird. Erste Ergebnisse der Studie werden für Ende des Jahres erwartet.