Warum ältere Tiere nicht einfach „nur alt“ sind

Älterer Hund mit grauer Schnauze liegt entspannt auf einer Holzbank

„Er ist eben alt geworden.“

Diesen Satz hört man bei älteren Hunden, Katzen und Pferden ziemlich häufig. Sie schlafen mehr, bewegen sich langsamer, springen nicht mehr so hoch oder brauchen morgens etwas länger, bis sie in Gang kommen. Vieles davon scheint auf den ersten Blick ganz normal zu sein.

Natürlich verändert sich ein Tier mit zunehmendem Alter. Aber nicht jede Veränderung gehört automatisch zum Älterwerden.

Hinter vermeintlichen „Alterserscheinungen“ können Schmerzen, Erkrankungen oder andere körperliche Probleme stecken. Gerade weil viele Veränderungen schleichend beginnen, werden sie häufig erst spät erkannt.

 

Was verändert sich im Alter tatsächlich?

Der Körper altert – bei uns Menschen genauso wie bei unseren Tieren. Muskelmasse kann abnehmen, die Regeneration dauert länger und viele Tiere werden insgesamt etwas ruhiger. Auch Seh- und Hörvermögen können nachlassen.

Ein älteres Tier darf also durchaus gemütlicher werden und seinen Alltag anders gestalten als in jungen Jahren.

Trotzdem sollte ein älteres Tier nicht automatisch Schmerzen haben. Auch deutliche Bewegungseinschränkungen, starke Verhaltensänderungen oder der Verlust von Lebensfreude sind keine unvermeidbaren Begleiterscheinungen des Alters.

Dabei geht es nicht darum, jede kleine Veränderung sofort als Krankheit zu betrachten. Entscheidend ist vielmehr, neue, zunehmende oder ungewöhnliche Veränderungen wahrzunehmen und nicht vorschnell mit dem Alter zu erklären.

 

Schmerzen sehen oft ganz anders aus, als wir erwarten

Viele Tierhalter stellen sich ein Tier mit Schmerzen so vor, dass es jammert, winselt oder deutlich lahmt.

Chronische Schmerzen sind häufig wesentlich unauffälliger.

Ein Tier passt seinen Alltag an die Beschwerden an. Es vermeidet Bewegungen, die unangenehm sind, ruht häufiger und entwickelt mitunter Strategien, mit denen es Schmerzen möglichst umgeht.

Eine Katze springt vielleicht nicht mehr direkt auf die Fensterbank, sondern nimmt den Umweg über einen Stuhl. Ein Hund bleibt auf seiner Runde früher stehen. Ein Pferd bewegt sich zunächst etwas steif und läuft sich später scheinbar ein.

Dadurch entsteht schnell der Eindruck: „Er wird eben gemütlicher.“

Dabei könnte die eigentliche Erklärung sein: Diese Bewegung ist unangenehm oder tut weh.

 

Typische Veränderungen bei älteren Katzen

Katzen sind besonders gut darin, Schmerzen zu verbergen. Deshalb können selbst deutliche Beschwerden lange unentdeckt bleiben.

Auffällig kann beispielsweise sein, wenn eine ältere Katze:

  • nicht mehr auf ihre bisherigen Lieblingsplätze springt
  • vor einem Sprung lange zögert
  • Zwischenstationen nutzt, um Sofa, Bett oder Fensterbank zu erreichen
  • weniger spielt
  • deutlich mehr schläft
  • sich zurückzieht
  • Berührungen plötzlich nicht mehr mag
  • gereizt oder aggressiv reagiert
  • bestimmte Körperstellen weniger putzt
  • ein ungepflegteres oder verfilztes Fell bekommt
  • Schwierigkeiten beim Einsteigen in die Katzentoilette hat
  • außerhalb der Toilette uriniert oder Kot absetzt
  • Treppen vermeidet
  • steifer läuft
  • nach dem Aufstehen zunächst unbeweglich wirkt
  • weniger Kontakt zu Menschen oder anderen Katzen sucht

Gerade Arthrose kommt bei älteren Katzen häufig vor und kann lange unbemerkt bleiben. Eine Katze muss nicht sichtbar lahmen, damit ihr Bewegungen Schmerzen bereiten.

Doch auch Zahnprobleme, Erkrankungen der Nieren oder Schilddrüse, Bluthochdruck und viele andere Erkrankungen können Verhalten und Aktivität verändern.

Deshalb sollte eine Veränderung nicht vorschnell mit dem Alter erklärt werden.

 

Typische Veränderungen bei älteren Hunden

Bei Hunden fallen Bewegungseinschränkungen häufig etwas früher auf als bei Katzen. Aber auch hier werden viele Veränderungen als normale Alterserscheinung akzeptiert.

Mögliche Warnzeichen sind beispielsweise:

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • Steifheit nach Ruhephasen
  • kürzere oder langsamere Spaziergänge
  • häufiges Stehenbleiben
  • Vermeiden von Treppen
  • Schwierigkeiten beim Einsteigen ins Auto
  • weniger Interesse am Spielen
  • ein verändertes Gangbild
  • Lahmheit
  • häufiges Wechseln der Liegeposition
  • nächtliche Unruhe
  • plötzliches Knurren bei Berührungen
  • Rückzug
  • ungewöhnliche Anhänglichkeit
  • vermehrtes Hecheln ohne erkennbare Ursache

Arthrose, Spondylose und andere Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den möglichen Ursachen.

Aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Zahnprobleme oder neurologische Veränderungen können dazu führen, dass ein Hund ruhiger oder weniger belastbar wird.

Gerade deshalb ist es wichtig, nicht automatisch davon auszugehen, dass ein älterer Hund eben keine Lust mehr auf lange Spaziergänge oder Spiele hat. Vielleicht möchte er durchaus – kann aber nicht mehr so, wie er gern würde.

 

Und beim älteren Pferd?

Auch Pferde verändern sich mit zunehmendem Alter. Sie können Muskelmasse verlieren, benötigen längere Aufwärmphasen und brauchen möglicherweise Anpassungen bei Haltung, Bewegung und Fütterung.

Deutliche Veränderungen sollten aber auch beim Pferd nicht einfach dem Alter zugeschrieben werden.

Achte beispielsweise auf:

  • Steifheit beim Losgehen
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • verkürzte Schritte
  • Bewegungsunlust
  • häufiges Entlasten einzelner Beine
  • Probleme beim Hufegeben
  • Schwierigkeiten beim Rückwärtsrichten
  • verändertes Verhalten beim Putzen oder Satteln
  • Abwehr beim Aufsteigen
  • weniger Freude an Bewegung
  • Muskelabbau
  • Gewichtsverlust
  • Probleme beim Kauen
  • auffällige Veränderungen von Fell oder Körperform

Neben Erkrankungen des Bewegungsapparates können beispielsweise Zahnprobleme, PPID (Equines Cushing-Syndrom), Stoffwechselerkrankungen oder andere im höheren Alter häufiger auftretende Erkrankungen dahinterstecken.

Auch hier gilt deshalb: Erst herausfinden, warum sich das Pferd verändert hat.

 

„Aber er frisst doch noch.“

Auch das ist ein Satz, den man häufig hört.

Ein Tier kann durchaus Schmerzen haben und trotzdem fressen.

Es kann sogar spielen, schnurren, spazieren gehen, sich über seinen Menschen freuen oder auf der Weide mit anderen Pferden interagieren.

Schmerzen bedeuten nicht automatisch, dass ein Tier überhaupt keine schönen Momente mehr hat. Besonders chronische Schmerzen können Teil des Alltags werden, an den sich das Tier bis zu einem gewissen Grad anpasst.

Deshalb ist der Appetit allein kein zuverlässiger Maßstab dafür, ob es einem Tier körperlich gut geht.

Viel aussagekräftiger ist häufig die Frage, ob sich sein Verhalten, seine Bewegungen oder seine täglichen Gewohnheiten im Vergleich zu früher verändert haben.

 

Auch Verhaltensänderungen können körperliche Ursachen haben

Ein bislang freundliches Tier wird plötzlich gereizt.

Die Katze schlägt beim Streicheln.

Der Hund knurrt, wenn man ihm beim Aufstehen helfen möchte.

Das Pferd legt beim Satteln die Ohren an oder versucht auszuweichen.

Schnell entstehen Beschreibungen wie „zickig“, „stur“, „dominant“ oder „altersgrantig“.

Dabei kann hinter einer solchen Veränderung Schmerz oder körperliches Unwohlsein stecken.

Besonders wenn sich das Verhalten eines älteren Tieres plötzlich oder zunehmend verändert, sollte deshalb auch nach einer körperlichen Ursache gesucht werden.

Das gilt übrigens nicht nur für Aggression oder Rückzug. Auch ungewöhnliche Unruhe, vermehrtes Anhänglichsein, nächtliches Umherlaufen, Lautäußerungen oder veränderte Schlafgewohnheiten können Gründe haben, die abgeklärt werden sollten.

 

Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Schmerz

Genauso wichtig ist allerdings die andere Seite.

Nicht jede Veränderung bei einem Senior ist ein Zeichen für Schmerzen. Seh- oder Hörverlust können beispielsweise zu Unsicherheit führen. Hormonelle Erkrankungen können Verhalten und Aktivität verändern. Bei älteren Hunden und Katzen können zudem kognitive Veränderungen auftreten.

Auch Veränderungen von Organfunktionen, Stoffwechsel oder Kreislauf können sich zunächst eher durch Müdigkeit, Unruhe, Gewichtsveränderungen oder ein anderes Verhalten bemerkbar machen als durch eindeutige Krankheitssymptome.

Deshalb bringt es wenig, aufgrund einzelner Beobachtungen selbst eine Diagnose zu stellen.

Die Beobachtung des Tierhalters liefert wichtige Hinweise. Die Ursache sollte jedoch tierärztlich abgeklärt werden.

 

Regelmäßige tierärztliche Kontrollen werden im Alter wichtiger

Je älter ein Tier wird, desto wichtiger werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Je nach Tierart, Alter und Vorgeschichte können dazu beispielsweise gehören:

  • eine allgemeine klinische Untersuchung
  • die Kontrolle von Zähnen und Maul
  • Blutuntersuchungen
  • Urinuntersuchungen
  • Blutdruckmessungen
  • die Untersuchung des Bewegungsapparates
  • bei Bedarf bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall

Welche Untersuchungen sinnvoll sind und in welchen Abständen sie durchgeführt werden sollten, hängt vom individuellen Tier ab und sollte mit dem Tierarzt besprochen werden.

Wichtig ist vor allem, nicht erst zu warten, bis ein Tier offensichtlich krank wirkt.

Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend. Je früher eine Ursache erkannt wird, desto eher kann entschieden werden, welche Behandlung, Unterstützung oder Anpassung im Alltag sinnvoll ist.

 

Kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken

Neben der Behandlung einer bestehenden Erkrankung lässt sich auch der Alltag eines älteren Tieres häufig erleichtern.

Für Katzen können beispielsweise kleine Treppen oder Rampen zu Lieblingsplätzen hilfreich sein. Katzentoiletten mit niedrigem Einstieg können den Toilettengang erleichtern. Futter, Wasser und Schlafplätze sollten gut erreichbar sein. Rutschige Böden können mit Teppichen oder Läufern entschärft werden.

Bei Hunden können rutschfeste Unterlagen, Rampen fürs Auto, gut gepolsterte Liegeplätze und angepasste Spaziergänge sinnvoll sein.

Bei Pferden spielen unter anderem eine angepasste Haltung, regelmäßige schonende Bewegung, geeignete Bodenverhältnisse, Zahngesundheit und eine individuell abgestimmte Fütterung eine wichtige Rolle.

Dabei bedeutet Rücksichtnahme nicht automatisch, ein älteres Tier möglichst wenig zu bewegen.

Gerade bei Erkrankungen des Bewegungsapparates kann angepasste, regelmäßige Bewegung wichtig sein. Wie viel und welche Bewegung geeignet ist, hängt jedoch von der Erkrankung und dem individuellen Tier ab.

 

Wo kann CBD eine Rolle spielen?

CBD kann bei älteren Tieren begleitend eingesetzt werden. Es ersetzt jedoch weder eine tierärztliche Diagnose noch eine notwendige Behandlung.

Bevor du dich für ein CBD-Produkt entscheidest, sollte deshalb zunächst geklärt werden, was hinter den Veränderungen deines Tieres steckt. Denn erst die Ursache entscheidet darüber, welche Unterstützung überhaupt sinnvoll ist.

Bei körperlichen Beschwerden und Schmerzen kann bei Canna Oil DUO 6+5 mit CBD und PEA als begleitende Unterstützung infrage kommen.

Stehen dagegen Angst, Unruhe oder Stress im Vordergrund und wurden mögliche körperliche Ursachen tierärztlich abgeklärt, kann DUO 6+3 mit CBD und L-Tryptophan die passendere Wahl sein.

Diese Unterscheidung ist gerade bei älteren Tieren wichtig. Eine Katze, die sich wegen Schmerzen zurückzieht, ein Hund, der aufgrund körperlicher Beschwerden unruhig wird, oder ein Pferd, das sich wegen Schmerzen beim Satteln wehrt, braucht nicht einfach Unterstützung gegen Stress. Zuerst muss geklärt werden, woher die Veränderung kommt.

Kann DUO 6+3 nicht eingesetzt werden und bestehen gleichzeitig Beschwerden, bei denen DUO 6+5 infrage kommt, kann auch DUO 6+5 eine mögliche Option sein.

Für Katzen, Pferde und Kleintiere dürfen ausschließlich terpenfreie CBD-Produkte verwendet werden. Die Canna Oil DUO Öle sind terpen- und THC-frei.

 

Lebensqualität kennt kein festes Alter

Ein älteres Tier muss nicht mehr dasselbe leisten wie ein junges. Vielleicht wird die große Hunderunde kürzer. Vielleicht braucht die Katze eine kleine Treppe zur Fensterbank. Vielleicht benötigt das Pferd länger, um in Bewegung zu kommen, oder sein Alltag muss an seine körperlichen Möglichkeiten angepasst werden.

Das gehört zum Älterwerden – und wir müssen aus einem Senior keinen Jungspund machen.

Trotzdem sollten wir Veränderungen nicht automatisch hinnehmen, nur weil ein Tier älter geworden ist. Gerade Tierhalter kennen die normalen Gewohnheiten ihres Tieres oft besser als jeder andere. Deshalb können auch kleine Beobachtungen wertvolle Hinweise liefern: Seit wann springt die Katze nicht mehr auf ihren Lieblingsplatz? Wann hat der Hund angefangen, vor der Treppe zu zögern? Warum möchte das Pferd plötzlich ein Hinterbein beim Hufegeben nicht mehr so lange anheben?

Solche Veränderungen müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass das Tier krank ist oder Schmerzen hat. Sie können aber ein Grund sein, genauer hinzusehen und mögliche körperliche Ursachen tierärztlich abklären zu lassen.

Wird tatsächlich eine Erkrankung festgestellt, können eine passende Behandlung und manchmal schon kleine Veränderungen im Alltag viel dazu beitragen, einem älteren Tier das Leben angenehmer zu machen und seine Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Denn am Ende geht es nicht darum, wie schnell ein Hund noch läuft, wie hoch eine Katze noch springt oder was ein Pferd noch leisten kann.

Es geht darum, ob es sich in seinem Alltag wohlfühlt, seine Bedürfnisse ausleben kann und möglichst viele gute Tage hat.

Vielleicht ist deshalb bei vielen vermeintlichen „Alterserscheinungen“ eine andere Frage wichtiger als:

„Ist das in seinem Alter normal?“

Nämlich:

„Geht es ihm damit wirklich gut?“

 

 

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