Wann sollte CBD nicht gegeben werden?

Gegenanzeigen/Kontraindikationen von CBD, Canna Oil Informationen

Gegenanzeigen und Kontraindikationen bei Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren

CBD wird von vielen Tierhaltern als natürliche Ergänzung eingesetzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass CBD von den meisten Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren gut vertragen wird. Dennoch gibt es Situationen, in denen besondere Vorsicht geboten ist oder die Anwendung nicht empfohlen wird.

In diesem Beitrag erfährst Du, wann CBD nicht gegeben werden sollte, welche Kontraindikationen bekannt sind und worauf Du bei der Anwendung achten solltest.

 

Ist CBD für jedes Tier geeignet?

Grundsätzlich wird CBD von vielen Tieren gut vertragen. Trotzdem bedeutet das nicht, dass CBD in jeder Situation sinnvoll ist.

Wie bei anderen Ergänzungsmitteln und Naturstoffen gibt es auch bei CBD bestimmte Einschränkungen und Situationen, in denen eine Anwendung nur nach sorgfältiger Abwägung erfolgen sollte.

 

CBD bei jungen Tieren

Wir empfehlen CBD bei Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren erst ab einem Alter von etwa einem Jahr.

Der Grund dafür ist das noch nicht vollständig entwickelte Endocannabinoidsystem. Dieses System spielt eine wichtige Rolle bei zahlreichen Vorgängen im Körper und entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten weiter.

Viele Tiere sprechen vor dem Alter von etwa einem Jahr nur eingeschränkt auf CBD an. Während manche Tiere bereits mit zehn oder elf Monaten reagieren, benötigen andere deutlich länger.

Deshalb empfehlen wir grundsätzlich, CBD erst ab einem Alter von etwa einem Jahr einzusetzen.

 

CBD bei trächtigen oder säugenden Tieren

Während der Trächtigkeit und Säugezeit sollte auf die Gabe von CBD verzichtet werden.

Für diese Lebensphase liegen bislang nicht genügend wissenschaftliche Daten vor, um eine sichere Anwendung empfehlen zu können.

Aus Vorsichtsgründen sollte CBD deshalb weder bei trächtigen noch bei säugenden Tieren eingesetzt werden.

 

CBD bei FIP

Besondere Vorsicht gilt bei Katzen mit FIP (Feline Infektiöse Peritonitis).

Während einer antiviralen FIP-Therapie sollte kein CBD gegeben werden.

Nach Abschluss der Behandlung solltest Du mindestens 84 Tage warten, bevor Du CBD gibst.

 

CBD bei Lebererkrankungen

CBD wird über die Leber verstoffwechselt. Deshalb sollte bei bekannten Lebererkrankungen oder deutlich erhöhten Leberwerten zunächst Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt gehalten werden.

Bei gesunden Tieren gibt es nach den bisherigen Erfahrungen keinen Hinweis darauf, dass CBD in den üblichen Dosierungen regelmäßig zu Leberschäden führt.

Bestehen jedoch bereits Leberprobleme, sollte die Anwendung individuell beurteilt werden.

 

Besondere Hinweise zum DUO 6+3

Das DUO 6+3 enthält neben CBD zusätzlich L-Tryptophan.

Bei auffälligen Leber- oder Nierenwerten sollte dieses Produkt nicht eingesetzt werden.

In diesen Fällen empfiehlt sich die Auswahl eines anderen geeigneten CBD-Produkts.

 

CBD bei Glaukom

In einzelnen Studien wurde diskutiert, ob CBD den Augeninnendruck beeinflussen könnte.

Da die Datenlage bislang nicht eindeutig ist, sollte bei Tieren mit diagnostiziertem Glaukom vor der Anwendung Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt gehalten werden.

 

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

CBD kann bestimmte Enzymsysteme beeinflussen, die am Abbau verschiedener Medikamente beteiligt sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • CYP2C9
  • CYP2C19
  • CYP3A4
  • CYP2D6

Theoretisch können dadurch Wechselwirkungen mit einzelnen Medikamenten entstehen.

In der Praxis hat sich deshalb ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen CBD und anderen Medikamenten bewährt.

 

Warum sollte ein Abstand zu Medikamenten eingehalten werden?

Der empfohlene Abstand dient dazu, mögliche Wechselwirkungen zu minimieren.

Dies gilt beispielsweise für:

  • Schmerzmittel
  • Herzmedikamente
  • Antibiotika
  • Antiepileptika
  • Gerinnungshemmer
  • Magenschutzpräparate

Auch wenn bislang nur selten Probleme beobachtet wurden, hat sich der Abstand von zwei Stunden in der Praxis bewährt.

 

Wie sieht es mit Homöopathie und Nahrungsergänzungsmitteln aus?

Homöopathische Mittel werden in der Regel nicht durch CBD beeinflusst.

Auch viele Nahrungsergänzungsmittel können problemlos zusammen mit CBD eingesetzt werden.

Bei Unsicherheiten empfiehlt sich jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

CBD gilt allgemein als gut verträglich.

Vor allem zu Beginn der Anwendung oder nach einer Dosiserhöhung können jedoch vorübergehend folgende Reaktionen auftreten:

  • Müdigkeit
  • vermehrtes Schlafbedürfnis
  • leichte Übelkeit
  • Blutdrucksenkung

Diese Erscheinungen verschwinden häufig nach einigen Tagen oder Wochen wieder.

Sollte ein Tier ungewöhnlich stark reagieren, empfiehlt es sich, die Dosierung vorübergehend etwas zu reduzieren.

 

Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?

Ein Tierarzt sollte kontaktiert werden:

  • bei bestehenden Lebererkrankungen
  • bei schweren Grunderkrankungen
  • bei Glaukom
  • bei Unsicherheiten bezüglich anderer Medikamente
  • wenn ungewöhnliche Symptome auftreten

 

Fazit

CBD wird von vielen Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren gut vertragen. Dennoch gibt es Situationen, in denen besondere Vorsicht geboten ist.

Tiere unter einem Jahr sollten kein CBD erhalten, während der Trächtigkeit oder Säugezeit sowie während einer antiviralen FIP-Therapie. Bei Lebererkrankungen, Glaukom oder der gleichzeitigen Gabe von Medikamenten sollte die Anwendung individuell geprüft werden.

Wer diese Hinweise beachtet und auf eine sorgfältige Dosierung achtet, schafft gute Voraussetzungen für eine sichere Anwendung von CBD bei Haustieren.

 

Hier geht es zu unserer Dosierungsanleitung.

 

 

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