Wer sich mit CBD für Haustiere beschäftigt, stößt früher oder später auf die Behauptung, dass es dazu überhaupt keine wissenschaftlichen Studien gebe.
Diese Aussage hält sich bis heute hartnäckig – sie entspricht jedoch nicht mehr dem aktuellen Stand der Forschung.
Zwar steckt die Forschung im Veterinärbereich im Vergleich zur Humanmedizin noch in den Anfängen, dennoch wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlicht. Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Sicherheit, Verträglichkeit und möglichen Einsatzbereichen von CBD bei Hunden, Katzen und anderen Tierarten.
Gleichzeitig können wir auf viele Jahre praktischer Erfahrungen aus unseren CBD-Gruppen zurückblicken. Besonders bei Katzen, aber auch bei Hunden, Pferden und anderen Haustieren berichten Tierhalter regelmäßig von ihren Erfahrungen im Alltag.
Warum entsteht der Eindruck, es gäbe keine Studien?
Viele Menschen vergleichen die Forschung zu CBD bei Haustieren mit der Humanmedizin. Dort stehen häufig deutlich mehr Studien mit größeren Teilnehmerzahlen zur Verfügung.
Im Veterinärbereich ist die wissenschaftliche Forschung dagegen noch vergleichsweise jung. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Untersuchungen existieren.
Hinzu kommt, dass viele Studien ausschließlich in englischer Sprache veröffentlicht werden und deshalb für Tierhalter nur schwer zugänglich sind. Wer nicht gezielt nach wissenschaftlichen Veröffentlichungen sucht, bekommt schnell den Eindruck, dass es zu CBD bei Haustieren kaum Forschung gibt.
Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Studien veröffentlicht, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Anwendung von CBD bei Tieren beschäftigen.
Wissenschaftliche Studien zu CBD bei Haustieren
Arthrose und Gelenkerkrankungen
Eine der bekanntesten Studien stammt von der Cornell University und wurde 2018 im Fachjournal Frontiers in Veterinary Science veröffentlicht.
Untersucht wurden Hunde mit Arthrose. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass CBD die Schmerzen der Tiere reduzieren und ihre Aktivität sowie Beweglichkeit verbessern konnte. Gleichzeitig wurde die Anwendung im untersuchten Zeitraum insgesamt gut vertragen.
Gerade für ältere Hunde und Katzen mit Gelenkbeschwerden sind diese Ergebnisse besonders interessant, da Arthrose zu den häufigsten altersbedingten Erkrankungen gehört.
Auch viele Tierhalter berichten aus ihrer eigenen Erfahrung, dass ihre Tiere durch CBD wieder mehr Freude an Bewegung zeigen.
Stress, Angst und Verhaltensprobleme
Mehrere wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen von CBD auf Stress und Angst.
Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD die Stressverarbeitung unterstützen und angstbedingte Reaktionen positiv beeinflussen kann. Weitere Forschung ist zwar notwendig, die bisherigen Erkenntnisse gelten jedoch als vielversprechend.
Deshalb setzen viele Tierhalter CBD unterstützend beispielsweise ein bei:
- Trennungsstress
- Geräuschangst
- Unsicherheit
- allgemeinen Stresssituationen
Entzündungen und Schmerzen
Auch die entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabinoiden werden seit Jahren wissenschaftlich untersucht.
Verschiedene Veröffentlichungen beschreiben, dass Cannabinoide an Prozessen beteiligt sein können, die bei Entzündungen und der Verarbeitung von Schmerzen eine Rolle spielen. Diese Erkenntnisse helfen dabei, besser zu verstehen, warum CBD häufig begleitend bei chronischen Beschwerden oder altersbedingten Einschränkungen eingesetzt wird.
Epilepsie
Auch im Bereich neurologischer Erkrankungen liegen mittlerweile wissenschaftliche Untersuchungen vor.
Eine klinische Studie der Colorado State University untersuchte Hunde mit therapieresistenter idiopathischer Epilepsie. Dabei zeigte sich, dass sich bei einem Teil der behandelten Hunde die Anfallshäufigkeit verringerte. Gleichzeitig stellten die Autoren klar, dass weitere Studien notwendig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen.
Die Forschung auf diesem Gebiet wird bis heute kontinuierlich fortgeführt.
Tumorerkrankungen
Auch mögliche Zusammenhänge zwischen Cannabinoiden und Tumorerkrankungen werden wissenschaftlich untersucht.
Bisher stammen viele Erkenntnisse allerdings aus Labor- und Zellstudien. Deshalb lassen sich diese Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf Hunde, Katzen oder andere Haustiere übertragen.
Dennoch liefern sie wichtige Hinweise für die weitere Forschung und zeigen, dass sich die Wissenschaft intensiv mit diesem Themengebiet beschäftigt.
Unabhängig davon berichten viele Tierhalter, dass sie CBD begleitend einsetzen, um beispielsweise Unruhe, Schmerzen oder Appetitprobleme im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen zu unterstützen.
Sicherheit und Verträglichkeit von CBD
Neben möglichen Einsatzbereichen untersuchen Wissenschaftler auch die Sicherheit von CBD.
Die bisher veröffentlichten Studien kommen überwiegend zu dem Ergebnis, dass CBD bei korrekter Anwendung von vielen Hunden und Katzen gut vertragen wird. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass – wie bei jedem Ergänzungsfuttermittel – mögliche Nebenwirkungen beobachtet und Dosierungsempfehlungen eingehalten werden sollten.
Warum Katzen ausschließlich terpenfreie CBD-Produkte erhalten sollten
Gerade bei Katzen spielt die Wahl des richtigen CBD-Produkts eine entscheidende Rolle.
Katzen verfügen nur über eine eingeschränkte Fähigkeit, bestimmte Pflanzenstoffe – darunter viele Terpene – in der Leber abzubauen. Dadurch können sich diese Stoffe im Körper anreichern und unter Umständen gesundheitliche Probleme verursachen.
Aus diesem Grund empfehlen wir für Katzen ausschließlich terpenfreie CBD-Produkte.
Unsere Vollspektrumöle mit 5 %, 10 % und 15 % CBD enthalten natürliche Terpene aus der Hanfpflanze und wurden ausschließlich für Hunde entwickelt. Für Katzen eignen sich dagegen ausschließlich unsere terpenfreien DUO-Öle sowie das terpenfreie MCT-Öl.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen ergänzen sich
Wissenschaftliche Studien liefern wichtige Erkenntnisse über die Sicherheit, Verträglichkeit und mögliche Einsatzbereiche von CBD.
Sie können jedoch nicht jede Alltagssituation eines Tierhalters abbilden.
Genau deshalb spielen auch praktische Erfahrungen eine wichtige Rolle.
In unseren CBD-Gruppen wurden über viele Jahre Erfahrungen mit Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren gesammelt. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Tiere sehr unterschiedlich auf CBD reagieren können.
Während manche Tiere bereits nach kurzer Zeit Veränderungen zeigen, benötigen andere deutlich mehr Geduld oder eine individuell angepasste Dosierung.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen schließen sich daher nicht aus – sie ergänzen sich sinnvoll.
Wissenschaftliche Quellen
Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, findet in den folgenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen weiterführende Informationen:
- Cornell University (2018) – Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs
https://doi.org/10.3389/fvets.2018.00165
- Colorado State University (2023) – The efficacy and safety of cannabidiol as adjunct treatment for drug-resistant idiopathic epilepsy in 51 dogs
https://doi.org/10.1111/jvim.16912
- Frontiers in Veterinary Science – Übersichtsarbeit zu Cannabinoiden, Schmerzen und Entzündungen in der Veterinärmedizin
https://doi.org/10.3389/fvets.2023.1248417
- Journal of Veterinary Internal Medicine – Weitere wissenschaftliche Untersuchungen zur Anwendung von CBD bei Hunden mit Epilepsie
https://doi.org/10.1111/jvim.16912
- Veterinary Toxicology (Elsevier) – Standardwerk zur Veterinärtoxikologie mit Informationen zur besonderen Empfindlichkeit von Katzen gegenüber verschiedenen Pflanzenstoffen und Terpenen.
Fazit
Die Behauptung, es gebe keine wissenschaftlichen Studien zu CBD für Haustiere, entspricht heute nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand.
Zwar befindet sich die Forschung im Veterinärbereich weiterhin in der Entwicklung, dennoch wurden bereits zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlicht. Sie beschäftigen sich unter anderem mit Arthrose, Schmerzen, Epilepsie, Sicherheit und Verträglichkeit von CBD.
Gleichzeitig zeigen die langjährigen Erfahrungen vieler Tierhalter, dass Tiere individuell auf CBD reagieren können. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen ergänzen sich daher sinnvoll.
CBD ist kein Wundermittel und ersetzt weder eine tierärztliche Diagnose noch notwendige Medikamente. Die vorhandenen Studien zeigen jedoch deutlich, dass sich die Forschung zu CBD bei Haustieren kontinuierlich weiterentwickelt.
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