Ataxie ist eine Störung der Bewegungskoordination, die sowohl bei Hunden als auch bei Katzen auftreten kann. Betroffene Tiere wirken häufig unsicher auf den Beinen, schwanken oder verlieren das Gleichgewicht.
Ataxie ist dabei keine einzelne Krankheit. Vielmehr handelt es sich um ein Symptom, hinter dem verschiedene Ursachen stecken können. Deshalb sollte eine neu auftretende Ataxie immer tierärztlich abgeklärt werden.
In diesem Beitrag erfährst Du, welche Anzeichen typisch sind, welche Ursachen infrage kommen und welche Rolle CBD-Öl begleitend spielen kann.
Was ist Ataxie?
Bei einer Ataxie kann das Nervensystem Bewegungen nicht mehr richtig koordinieren. Je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, unterscheiden Tierärzte verschiedene Formen.
Zerebelläre Ataxie
Bei dieser Form ist das Kleinhirn betroffen. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung und Abstimmung von Bewegungen.
Betroffene Tiere können beispielsweise sehr große oder überschießende Bewegungen zeigen. Außerdem wirken ihre Bewegungen häufig unkoordiniert.
Vestibuläre Ataxie
Hier liegt die Ursache im Gleichgewichtssystem. Betroffen sein können das Innenohr oder Bereiche des Gehirns, die an der Verarbeitung von Gleichgewichtssignalen beteiligt sind.
Typisch sind zum Beispiel eine schiefe Kopfhaltung, Gleichgewichtsprobleme oder Augenzittern.
Sensorische Ataxie
Bei einer sensorischen Ataxie können unter anderem Rückenmark oder Nerven betroffen sein.
Das Tier kann dadurch Schwierigkeiten haben, die Stellung seiner Beine richtig wahrzunehmen. Deshalb wirkt der Gang unsicher und unkoordiniert.
Symptome von Ataxie bei Hunden und Katzen
Welche Symptome auftreten, hängt von der Ursache und der betroffenen Region des Nervensystems ab.
Mögliche Anzeichen sind:
- Unsicherer Gang: Das Tier schwankt oder hat Schwierigkeiten, geradeaus zu laufen.
- Probleme mit der Koordination: Bewegungen wirken unkontrolliert oder ungewöhnlich.
- Schiefe Kopfhaltung: Dieses Zeichen tritt besonders häufig bei Problemen mit dem Gleichgewichtssystem auf.
- Augenzittern (Nystagmus): Die Augen bewegen sich schnell und unwillkürlich.
- Schwäche: Manche Tiere wirken kraftlos oder haben Probleme beim Aufstehen und Laufen.
- Zittern: Je nach Ursache können Kopf, Körper oder Beine betroffen sein.
- Gleichgewichtsverlust: Das Tier stolpert, kippt zur Seite oder fällt um.
- Verhaltensänderungen: Unsicherheit und die plötzlich veränderte Wahrnehmung können außerdem Angst oder Unruhe auslösen.
Nicht jedes Tier zeigt alle diese Symptome. Außerdem können ähnliche Auffälligkeiten auch bei anderen Erkrankungen auftreten.
Welche Ursachen kann eine Ataxie haben?
Eine Ataxie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist eine genaue Diagnose besonders wichtig.
Mögliche Auslöser sind unter anderem:
- Verletzungen: Schäden an Kopf, Wirbelsäule oder Rückenmark können die Koordination beeinträchtigen.
- Infektionen und Entzündungen: Erkrankungen des Nervensystems können ebenfalls eine Ataxie auslösen.
- Erbliche Erkrankungen: Bei einigen Hunderassen kommen genetisch bedingte Formen vor.
- Vergiftungen: Bestimmte Giftstoffe oder auch Medikamente können neurologische Symptome verursachen.
- Tumore: Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark können die Bewegungssteuerung beeinträchtigen.
- Degenerative Erkrankungen: Auch fortschreitende Erkrankungen des Nervensystems können mit Problemen beim Laufen einhergehen.
- Erkrankungen des Gleichgewichtssystems: Probleme im Innenohr oder im Gehirn können eine vestibuläre Ataxie verursachen.
Welche Behandlung notwendig ist, richtet sich daher immer nach der Ursache.
Wann ist Ataxie ein Notfall?
Tritt eine Ataxie plötzlich auf, sollte das Tier zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Besonders dringend ist eine Untersuchung, wenn zusätzlich:
- Krampfanfälle auftreten
- das Tier das Bewusstsein verliert
- eine Vergiftung möglich ist
- das Tier nicht mehr stehen kann
- starke Schmerzen auftreten
- Erbrechen oder andere schwere Beschwerden hinzukommen
- sich der Zustand schnell verschlechtert
Auch eine plötzlich auftretende starke Ataxie ohne weitere Symptome sollte nicht einfach zu Hause beobachtet werden.
Wie wird die Ursache festgestellt?
Der Tierarzt untersucht zunächst das Gangbild und die neurologischen Reaktionen des Tieres. Dadurch lässt sich häufig bereits eingrenzen, welcher Bereich des Nervensystems betroffen sein könnte.
Je nach Befund können weitere Untersuchungen notwendig sein.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Blutuntersuchungen
- Untersuchung der Ohren
- neurologische Tests
- Röntgen
- Ultraschall
- CT oder MRT
- weitere spezielle Untersuchungen
Erst wenn die Ursache bekannt ist, kann die passende Behandlung geplant werden.
Welche Rolle kann CBD-Öl bei Ataxie spielen?
CBD kann die Ursache einer Ataxie nicht behandeln. Deshalb darf CBD-Öl eine notwendige tierärztliche Diagnose und Therapie nicht ersetzen.
Cannabidiol interagiert mit verschiedenen körpereigenen Systemen. Dazu gehört auch das Endocannabinoid-System. Dieses ist unter anderem an der Verarbeitung von Stress- und Schmerzreizen beteiligt.
Darüber hinaus untersucht die Forschung verschiedene Wirkungen von Cannabinoiden auf das Nervensystem und auf Entzündungsprozesse. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass CBD eine Ataxie bei Hunden oder Katzen behandeln oder geschädigte Nerven regenerieren kann.
CBD kann vielmehr begleitend eingesetzt werden, wenn das allgemeine Wohlbefinden des Tieres unterstützt werden soll.
Unruhe und Angst bei Ataxie
Für ein Tier kann eine plötzlich gestörte Koordination sehr beängstigend sein.
Es kann nicht mehr sicher laufen, verliert möglicherweise das Gleichgewicht und versteht nicht, warum sich seine Umgebung plötzlich anders anfühlt.
Dadurch können Unruhe und Unsicherheit entstehen.
Neben der medizinischen Behandlung hilft deshalb häufig auch eine ruhige und sichere Umgebung. Außerdem sollten mögliche Gefahrenquellen beseitigt werden.
Treppen können beispielsweise abgesperrt werden. Rutschfeste Unterlagen erleichtern vielen Tieren das Laufen. Futter, Wasser und Schlafplätze sollten zudem gut erreichbar sein.
Warum wir bei neurologischen Beschwerden häufig DUO 6+5 empfehlen
Wenn CBD bei einem Tier mit neurologischen Beschwerden begleitend eingesetzt werden soll, empfehlen wir häufig unser Canna Oil DUO 6+5 mit CBD und PEA.
PEA (Palmitoylethanolamid) ist eine körpereigene Substanz, die auch im Nervensystem vorkommt. Sie wird unter anderem im Zusammenhang mit Schmerz- und Entzündungsprozessen untersucht.
Das DUO 6+5 ist terpenfrei und basiert auf geschmacksneutralem MCT-Öl.
Dabei ist jedoch wichtig: Auch DUO 6+5 behandelt die Ursache einer Ataxie nicht. Die Produktempfehlung bezieht sich auf die begleitende Unterstützung des Tieres.
Anwendung und Dosierung
Wenn CBD begleitend eingesetzt werden soll, sollte die Anwendung langsam begonnen werden.
Bitte halte Dich dabei an unsere Dosierungsanleitung.
Bekommt Dein Tier Medikamente, sollte zwischen CBD und der Medikamentengabe grundsätzlich ein Abstand von mindestens zwei Stunden liegen.
Beobachte außerdem genau, wie Dein Tier reagiert.
Fazit
Ataxie bei Katzen und Hunden ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Störung der Bewegungskoordination. Dahinter können zahlreiche Ursachen stecken.
Deshalb ist eine tierärztliche Untersuchung besonders wichtig. Erst wenn die Ursache bekannt ist, lässt sich entscheiden, welche Behandlung notwendig ist.
CBD-Öl kann eine solche Behandlung nicht ersetzen. Es kann jedoch begleitend eingesetzt werden, um das allgemeine Wohlbefinden des Tieres zu unterstützen.
Bei neurologischen Beschwerden empfehlen wir häufig Canna Oil DUO 6+5 mit CBD und PEA. Entscheidend bleibt jedoch immer die Ursache der Ataxie und der individuelle Zustand des Tieres.
Bei weiteren Fragen wende dich bitte an unseren Support.
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